Bluthochdruck Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Fast bei jedem zweiten Erwachsenen in der Bundesrepublik Deutschland tritt Bluthochdruck (Hypertonie) auf. Dieser birgt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die als häufigste Todesursache in der BRD erfasst sind.

Bluthochdruck kann tödlich seinBlutdruck und Bluthochdruck

Der Druck mit dem das Blut durch die Gefäße fließt wird in zwei Werten gemessen. Der systolische Wert entsteht durch das Zusammenziehen des Herzmuskels und ist der höchste Blutdruck. Der diastolische Wert ist der niedrigste Blutdruck und wird in der Entspannungsphase des Herzmuskels gemessen. Liegt einer oder beide Werte über 139 zu 89 mmHg spricht man von Hypertonie. Zur Diagnose wird der Mittelwert durch Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten ermittelt.

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. Deutsche Hypertonie Gesellschaft nimmt folgende Einteilung der Blutdruckmesswerte vor:

optimal: < 120 syst. / < 80 diast.
normal: 120 – 129 syst. / 80 – 84 diast.
hoch-normal: 130 – 139 syst. / 85 – 89 diast.
leichte Hypertonie (Schweregrad 1): 140 – 159 syst. / 90 – 99 diast.
mittelschwere Hypertonie (Schweregrad 2): 160 – 179 syst. / 100 – 109 diast.
Starke Hypertonie (Schweregrad 3): ≥ 180 syst. / ≥ 110 diast.
Isolierte systolische Hypertonie: ≥ 140 syst. / < 90 diast.

Ursachen von Bluthochdruck

Lässt sich die Ursache von Hypertonie auf eine andere Erkrankung zurückführen, spricht man von einer sekundären Hypertonie. Diese kann durch Nierenerkrankungen, Erkrankungen der Nebenniere oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente (Pille) ausgelöst werden. Auch im Rahmen einer Schwangerschaft kann der Blutdruck erhöht sein.

Die häufigste Form ist die primäre Hypertonie, bei ihr wirken mutmaßlich erbliche Veranlagung mit weiteren Risikofaktoren zusammen.
Dazu zählen:

  • Übergewicht
  • hohe Salzzufuhr (Kochsalz)
  • hoher Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel
  • chronischer Stress
  • niedrige Zufuhr von Kalium

Bluthochdruck Symptome

Die meisten Hypertonie-Patienten sind über Monate oder Jahre hinweg beschwerdefrei. Ein zu hoher Blutdruck wurde nicht bemerkt. Erst beim Auftreten von Symptomen bei Folgeerkrankungen suchen sie ihren Hausarzt auf. Bei erheblicher oder lange nicht behandelter Hypertonie können nachstehende Symptome auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfung
  • Schwindel
  • Atemnot
  • Nasenbluten
  • Übelkeit/ Erbrechen

Diese und weitere Bluthochdruck Symptome wie Ruhelosigkeit und Sehstörungen können darauf hinweisen, dass Gehirn, Augen, Herz oder Nieren Schaden genommen haben.
Bei einem sehr hohen Blutdruck kann es gelegentlich zu Benommenheit und sogar zum Koma kommen. Das deutet auf eine Gehirnschwellung hin und ist sofort medizinisch zu behandeln.

Bluthochdruck behandeln und dauerhaft senken

An erster Stelle stehen nicht-medikamentöse Maßnahmen. Das bedeutet für den Patienten Änderungen an seinem Lebensstil.

Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Ernährungsumstellung bei Kochsalzempfindlichkeit und eine Einschränkung des Alkoholkonsums stehen im Mittelpunkt. Regelmäßige körperliche Aktivitäten und Vermeidung und Bewältigung von Stress ergänzen die Therapie. Außerdem sollten eventuelle Arzneimittel auf blutdrucksteigernde Wirkung überprüft werden.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen wird mit einer medikamentösen Therapie begonnen. Dafür stehen verschiedene Mittel zur Auswahl, die kombiniert oder einzeln blutdrucksenkend wirken. Eine Behandlung mit Arzneimitteln wird ab einem Blutdruckmesswert von 180/110 mmHg oder bei besonderen Risikogruppen vorgenommen.Bluthochdruck - Stress vermeiden

Bluthochdruck vorbeugen

Zur Vorbeugung empfiehlt sich ein Lebensstil, der die Risikofaktoren für Hypertonie verringert.
Dazu sind folgende Maßnahmen hilfreich

  • ausreichende Bewegung
  • Ausdauersportarten wie schwimmen, joggen oder Fahrrad fahren
  • Entspannungstechniken gegen Stress
  • salzarme und kaliumreiche Ernährung (Bananen, Nüsse, Trockenobst)
  • Verzicht auf Alkohol
  • Verzicht auf Tabakwaren

Bewegung, Entspannung und ausgewogene Ernährung sind auch eine wichtige Vorbeugung bei anderen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.

Fersensporn: Die vermeidbare Volkskrankheit

Ist ein Fersensporn vermeidbar?

Es ist ein Gefühl, als ob sich bei jedem Schritt ein Nagel in den Fuß schiebt oder als würde man über Glasscherben laufen. Der Fersensporn ist eine schmerzhafte Erkrankung, die viele Ursachen haben kann und deren Heilung häufig langwierig ist. Doch es gibt Möglichkeiten durch einfache Hilfsmittel einer Erkrankung vorzubeugen.Fersensporn - eine vermeidbare Volkskrankheit

Eindeutige Symptome und einfache Diagnose

Patienten klagen über Schmerzen beim Gehen, die häufig in Schüben auftreten. Beispielsweise nach dem Aufstehen oder zu Beginn einer Sporteinheit sind die Schmerzen schlimmer, als nach einer Eingewöhnungsphase, nach der der Fuß nahezu beschwerdefrei sein kann. Bei starker Belastung kommen die Symptome dann allerdings wieder, sodass eine Behandlung nötig wird. Außerdem lässt sich der Schmerz durch Druck auf die entsprechende Stelle auslösen.

Diese Symptome weisen meist schon direkt auf die Diagnose Fersensporn hin, was dann durch Röntgenaufnahmen bewiesen werden kann. Hierauf wird der Arzt Kalkablagerungen am Knochen erkennen, die durch eine langwierige Entzündung an der Plantarsehne entstehen. Diese Entzündung lässt sich sowohl direkt an der Achillessehne als auch unterhalb der Plantarsehne an der Sehnenplatte erkennen, weshalb die Experten von einem unteren und oberen Fersensporn reden.

Als zweiter Grund kann eine Verminderung des Fersenfettpolsters für die Schmerzen in der Ferse ursächlich sein. Dieses Fettpolster dient als eine Art Stoßdämpfer und kann bei einer Rückbildung ebenfalls Schmerzen am Fuß hervorrufen.

Vielseitige Behandlungsmethoden für unterschiedliche Ursachen

Bei Schmerzen durch den Fersensporn gilt es, diese zunächst umgehend zu lindern. Hierzu sollte eine Entlastung des Fußes erfolgen, indem dieser hochgelagert wird und nicht mehr aufgetreten werden muss. Zusätzlich können die schmerzenden Stellen gekühlt werden, sodass die Durchblutung des Fußes gefördert wird. Sollte es zu besonders starken Problemen kommen, helfen Schmerzmedikamente für eine sofortige Linderung.

Der Patient sollte nach einem Abklingen der Schmerzen allerdings weitere Behandlungen vornehmen lassen, um die Ursachen zu beheben. Für den Fersensporn gibt es mehrere konservative Behandlungsmöglichkeiten, da die Kalkablagerung an sich keine Schmerzen verursacht und bestehen bleiben kann.

An erster Stelle seien hier die herkömmlichen Schuheinlagen genannt, die eine Fehlstellung des Fußes beheben und die Schmerzen stillen. Für einen Rückgang der Entzündungen helfen Stoßwellen- und Strahlentherapien. Bei der einen wird der Fuß akustischen Druckwellen ausgesetzt, wodurch die Durchblutung angeregt wird und bei der anderen lindern Röntgenstrahlen die Entzündung. Ist eine herkömmliche Behandlungsmethode nicht mehr möglich, muss sich der Patient in seltenen Fällen einer Operation unterziehen, bei der die Sehnenplatte unter der Fußsohle vom Fersenbein gelöst wird.

Um all diesen Problemen vorzubeugen sollten, anfällige Personen vor einer Belastung des Fußes die Ferse und Achillessehne ausgiebig dehnen. Außerdem bieten Tape und Fußgelenkbandagen Sicherheit und Stabilität, wodurch die Belastung im Fuß geringer ausfällt. Eine dauerhafte Lösung kann auch der Muskelaufbau im Fuß und im Sprunggelenk sein, um Stöße besser abfangen zu können. Ein Leben mit Fersensporn ist vermeidbar.

Repetitive Strain Injury Syndrom oder Mausarm

Mausarm - was kann ihn verhindernnÜbel des Computerzeitalters – der Mausarm

Jeder kennt es: ein kurzes ziehen in der Hand oder ein leichtes kribbeln in den Fingerspitzen. Doch niemand denkt sich etwas dabei und ignoriert diese Symptome. Jedoch kann mehr hinter den genannten Anzeichen stecken.

Allgemeines

Der Mausarm wird in medizinischer Fachsprache als RSI – Syndrom (Repetitive Strain Injury Syndrom) bezeichnet. Das RSI – Syndrom umfasst ein vielfältiges Krankheitsbild, das mit wiederholten, aber auch chronischen, Schmerzen in den Unterarmen und Händen beschrieben werden kann. Es entsteht häufig durch eine Überbelastung von Hand, Arm, Schulter und dem Nacken-Bereich, durch lange Tätigkeit am Computer. Betroffen sind ungefähr 5 Millionen Menschen in Deutschland. Ärzte glauben, dass die Zahl der Patienten weiter steigen wird, da die Tätigkeit am Computer in immer mehr Berufe involviert ist.

Ursachen

Wie bereits erwähnt, treten die Symptome in erster Linie bei computertätigen Menschen auf. Besonders wiederholtes Maus klicken oder betätigen der Tasten, führt zu den Schmerzen in der Hand oder dem Unterarm. Eine Vielzahl an verschiedenen Faktoren nimmt Einfluss auf die Schmerzen. Durch eine dauerhafte Überbelastung der Hand, kommt es zu minimalen, nicht sichtbaren, Verletzungen. Betroffen sind Muskeln und Sehnen, welche durch kleine Entzündungen Schmerzen verursachen.

Werden Warnsignale des Körpers ignoriert kann es dazu führen, dass das Gehirn die mittlerweile chronischen Impulse der Hand fehlinterpretiert und somit die Empfindungen verändert. Es führt dazu, dass minimale Verletzungen in der Hand oder dem Unterarm scheinbar nicht mehr existenziell sind.Auch individuelle Faktoren können einen Mausarm begünstigen.

Beispiele hierfür sind:

  • Permanente Fehl- und Überbelastung der betroffenen Extremität
  • Eine falsche Körperhaltung am Computer
  • Eine verringerte Körperwahrnehmung

Das Krankheitsbild

Die Anzeichen des RSI – Symptoms sind vielfältig und dürfen nicht ignoriert werden. Meist beginnt das Krankheitsbild mit leichten Missempfindungen in den Fingern, die durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl deutlich werden.

Weitere Symptome sind:

  • Koordinationsstörungen der Arme und Hände
  • versteifte Gelenke in der betroffenen Extremität
  • kalte Hände

Unangenehme Schmerzen in den Finger- und Handgelenken, oder dem Unterarm, treten jedoch erst später auf und können in den verschiedenen Körper-Gliedmaßen unterschiedlich stark und intensiv von der Dauer her sein. Im schlimmsten Fall des RSI – Syndroms hat der Betroffene sogar im Ruhezustand starke Beschwerden, die sich verschlimmern sobald die Tätigkeit wieder aufgenommen wird.

Diagnose und therapeutische Maßnahmen

Es ist ratsam, bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen, der sie fachmännisch diagnostiziert. Der Arzt stellt seine Diagnose rasch und anhand der Anamnese des Patienten. Häufig wird aus Schilderungen der Schmerzen schnell deutlich, dass es sich um das RSI – Syndrom, was übersetzt „Verletzungen durch wiederholte Belastung“ bedeutet, handelt. Bestätigt wird die Diagnose anschließend durch verschiedene Bewegungstests. Ist es jedoch nicht möglich die Symptome sofort zuzuordnen, können Röntgenaufnahmen, Ultraschall-Untersuchen oder eine Magnetresonanztomografie behilflich sein.

Der Arzt wird bei einer positiven Diagnostik zu therapeutischen Maßnahmen raten.

  • Massagen und Gymnastik bei einem Physiotherapeuten
  • Gezielte Wärme- oder Kältebehandlungen

Sind die Schmerzen jedoch zu stark wird dazu geraten die Therapie, in Absprache mit dem behandelnden Arzt, mit Schmerzmitteln zu begleiten.

Fazit

Um einen Mausarm langfristig verhindern zu können, müssen die Bedingungen am Arbeitsplatz konsequent verändert werden. Hierbei ist wichtig, dass der Betroffene nicht sofort in alte Verhaltensmuster verfällt, sobald die Symptome nachgelassen haben. Wer sich an regelmäßige Pausen, eine lockere Körperhaltung und leichte Dehnungsübungen hält, hat die Chance das Krankheitsbild des Mausarms langfristig zu verhindern.